Hormonmassage, Bauchmassage & Rückbildung
Dieser Teil der Ausbildung widmet sich ganz besonders dem weiblichen Bauch- und Beckenraum – einem sensiblen Bereich, der eng mit unserem Körpergefühl, unserem hormonellen Erleben und den verschiedenen Phasen des Frauseins verbunden ist.
Wir lernen Elemente der Therapeutischen Frauenmassage nach Gowri Motha aus der Schule von Claudia Pfeiffer kennen, die auch als Hormon- oder Fruchtbarkeitsmassage bekannt ist.
Dabei richten wir unsere Aufmerksamkeit auf den Bauch- und Beckenraum und beschäftigen uns mit der Bedeutung von Gebärmutter, Eierstöcken, Blase und Drüsensystem im weiblichen Körper. Theoretisches Wissen verbindet sich unmittelbar mit praktischer Körperarbeit, sodass das Gelernte nicht nur verstanden, sondern auch über die eigenen Hände erfahren werden kann.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bauchmassage, inspiriert von verschiedenen traditionellen Formen der Frauenheilkunde, unter anderem aus der Maya-Tradition und aus überliefertem Wissen der Hebammenarbeit.
Der Bauch ist für viele Frauen ein sehr persönlicher und empfindsamer Raum. Gerade deshalb braucht es hier eine besonders achtsame, respektvolle und bewusste Berührung. Sanfte Massage kann dazu einladen, Spannung loszulassen, den eigenen Bauch wieder bewusster wahrzunehmen und eine tiefere Verbindung zum eigenen Körper entstehen zu lassen.
Auch die besondere Zeit nach der Geburt bekommt in diesem Ausbildungsabschnitt ihren eigenen Raum.
Wochenbett- und Rückbildungsmassage
Nach Schwangerschaft und Geburt hat der weibliche Körper Großes geleistet. Nun beginnt eine neue Phase – eine Zeit des Ankommens, der Regeneration und der langsamen Rückkehr in den eigenen Körper.
Die Wochenbett- und Rückbildungsmassage begleitet diese Zeit mit sanften, wohltuenden Berührungen. Je nach Situation können wir mit Muskulatur, Faszien und Bändern arbeiten, verspannte Bereiche entlasten und die Körperwahrnehmung unterstützen.
Dabei geht es nicht darum, den Körper möglichst schnell wieder in seinen früheren Zustand zu bringen.
Vielmehr darf die Frau ihren Körper nach der Geburt neu kennenlernen, spüren und liebevoll annehmen.
Besonders Rücken, Schultern, Becken, Beine und Füße können nach Schwangerschaft, Geburt und der ersten intensiven Zeit mit dem Baby viel Zuwendung brauchen. Auch der Bauchraum kann zu einem späteren Zeitpunkt achtsam in die Massage einbezogen werden.
Nach einem Kaiserschnitt braucht dieser Bereich besondere Aufmerksamkeit und Zeit. Solange die Narbe frisch oder empfindlich ist, wird sie nicht direkt massiert. Erst wenn die Wundheilung abgeschlossen ist und eine entsprechende Freigabe vorliegt, können später behutsame Formen der Narben- und Gewebearbeit kennengelernt werden.
In diese Arbeit fließen auch Elemente meiner selbst entwickelten Unendlichkeits- bzw. Harmoniemassage ein.
Fließende, verbindende Berührungen schenken dem Körper ein Gefühl von Ganzheit. Sie laden dazu ein, aus dem Denken wieder mehr ins Spüren zu kommen, loszulassen und sich selbst einen Moment lang tragen zu lassen.
So verbindet dieser Teil der Ausbildung Wissen über den weiblichen Körper mit intuitiver, achtsamer Berührung – vom hormonellen Erleben über den Bauch- und Beckenraum bis hin zur besonderen Begleitung nach Schwangerschaft und Geburt.
